Australia
Der Kontinent Australia - ein Überblick
Obwohl Australien wegen seiner Größe das sechstgrößte Land der Welt ist, hat es eine vergleichsweise geringe Bevölkerungszahl. Auf 7,7 Millionen Quadratkilometer verteilen sich nur 21 Millionen Einwohner. Mit einer Mischung aus hochmodernen Großstädten und faszinierenden Naturwundern ist Australien als Reiseziel bei Europäern sehr beliebt. Mit verschiedenen Klimazonen vom tropischen Norden bis zum gemäßigten Süden zeigt sich Australien in seiner Landschaft sehr abwechslungsreich. Mit heißen Sommern und milden Wintern sowie einer geringen Niederschlagsmenge bietet das Land ein sehr angenehmes Klima. Outdoor- und Wassersport gehören in Australien zum Lifestyle.
Die meisten Bewohner des Landes leben in den größeren Städten an den Küsten des Landes, da ein Großteil des zentralen Inlandes schlecht bewohnbar ist. Die bewohnten Städte dagegen ziehen sich wie ein Gürtel um die Küsten des Kontinents, mit der größten Bevölkerungsdichte an der sonnigen Ostküste.
Das Land ist verwaltungstechnisch in sechs Bundesstaaten unterteilt: Das Northern Territory, Queensland, New South Wales, Victoria, Südaustralien und Westaustralien. Wegen der Größe des Landes (allein Westaustralien ist etwa so groß wie ganz Europa) können Reisende drei verschiedene Zeitzonen erleben. Durch ein gut ausgebautes Transportsystem können Reisende den Kontinent per Flugzeug, Zug oder Auto erkunden.
Aufgrund der Abgeschiedenheit Australiens von anderen Kontinenten hatten viele Planzen- und Tierarten die Möglichkeit, sich zu weltweit einmaligen Arten zu entwickeln. Die bekanntesten sind die Vertreter der Beuteltiere, wie etwa das Wappentier des Landes, das Känguruh. Eukalyptusbäume, Farnsorten und Korallenriffe prägen weite Teile der Landschaft. Durch die Einführung von europäischen Tieren wie dem Fuchs und dem Hasen wurden in den letzten Jahrhunderten einige der ursprünglich einheimischen Arten zurückgedrängt. Heute werden die bedrohten Arten durch Regierungsvorgaben und wissenschaftliche Programme geschützt.
Die Geschichte Australiens
Die ersten Einwohner Australiens waren die Aborigines: Vor etwa 60.000 Jahren besiedelten sie den Kontinent, lange bevor die Europäer an der Küste landeten. Bis vor 6000 Jahren gab es eine Landbrücke zwischen Australien und Neuguinea, über welche die Einwohner mit den Bewohnern Neuguineas regen kulturellen Austausch betrieben. Auch wird angenommen, dass chinesische, indische und indonesische Händler nach Australien segelten. Als 1788 die ersten europäischen Siedler sich das Land zu eigen machten, lebten dort etwa 300 000 Ureinwohner.
Die ersten europäischen Siedler stammten vermutlich aus Frankreich, Portugal, Spanien und den Niederlanden. Vor allem die holländischen Siedler, deren Ankunft im Land ab 1606 datiert wird, haben Australien während der frühen Besiedlung geprägt: So hieß der Kontinent bis zur Änderung durch die Briten im Jahr 1824 „Neuholland“.
1770 schließlich landete Captain James Cook an der australischen Küste und erklärte das Land formell zur britischen Kolonie. Diese diente zunächst hauptsächlich als Strafkolonie, in die britische Verbrecher selbst für kleine Vergehen verschifft wurden, um die Bevölkerungszahl zu reduzieren. Die erste Siedlung erhielt zu Ehren eines britischen Lords dessen Namen „Sydney“. Bis 1868 fanden insgesamt 160.000 Strafgefangene ihren Weg nach Australien.
Ein einschneidendes Ereignis für das junge Australien war der Fund von Gold im Jahr 1851. Der darauf folgende Goldrausch lockte nun auch Goldsuchende nach Australien. Das Land konnte sich von der Strafkolonie zu einer eigenen Nation entwickeln.
1907 erhielt Australien, das mittlerweile seine einzelnen Kolonien als Bundesstaaten unter einer gemeinsamen Regierung vereint hatte, die Unabhängigkeit von Großbritannien. Der informelle Bund mit Großbritannien blieb allerdings erhalten: Aus Loyalität schickten Australien ihre militärischen Truppen an der Seite der Briten in den Ersten und Zweiten Weltkrieg. Eine aktive Migrationspolitik lockte nach dem zweiten Weltkrieg eine Vielzahl europäischer Arbeiter nach Australien, was dem Land wirtschaftlichen Aufschwung brachte und zu einer bunten Mischung der Kulturen führte.
Ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Landes ist der Umgang mit den Aborigines: Von den weißen Siedlern als ungebildete Untermenschen angesehen, wurden die Aborigines von ihrem Land vertrieben und gejagt, ihre Kultur großflächig zerstört. 1953 wurden auf ihrem Gebiet Atomversuche durchgeführt, ohne dass die Einwohner zuvor informiert oder evakuiert worden wären. Ihre Bevölkerungszahl reduzierte sich zwischen dem 18. Jahrhundert bei der Ankunft der Siedler und der Mitte des 19. Jahrhunderts drastisch von 300 000 auf 75 000. Erst im Jahr 1960 erhielten die Aborigines die Bürgerrechte im Land (unter anderem das Wahlrecht), 1994 gewährte die australische Regierung ihnen eine Entschädigung in Millionenhöhe für die Atomversuche.
Quelle: Wikipedia
Die Natur Australiens
Australien zeigt sich durch seine verschiedenen Klimazonen als Land mit sehr vielfältigen Landschaften.
Durch die Abgeschiedenheit zu anderen Ländern konnten sich in Australien einzigartige Pflanzen- und Tierarten entwickeln, von denen viele auch heute noch den Kontinent besiedeln. 85 % der 20 000 einheimischen Arten lassen sich ausschließlich in Australien finden.
Vor 160 Millionen Jahren trennte sich die australische Landmasse vom Superkontinent Godwanaland und bewegte sich zusammen mit der Antarktis Richtung Südpol. Nach 45 Millionen Jahren entfernte sich Australien von der Antarkis und driftete in Richtung Äquator, wo es deutlich wärmer und feuchter war. Dadurch entwickelten sich etwa vor 35 Millionen Jahren nach den ersten Wäldern die Eukalyptuspflanzen – und diese sind auch heute noch reichlich vorhanden. Die Hälfte aller Eukalyptuspflanzen weltweit wächst in Australien. Uralte Farn- und Palmarten fühlen sich ebenfalls auch in unserer Zeit noch im Land heimisch und besiedeln den Kontinent.
Als durch die Klimaerwärmung der Meeresspiegel stieg und Australien von Neuguine und Tasmanien getrennt wurde, entstanden vor den Küsten großflächige Korallenriffe wie das faszinierende Great Barrier Reef vor Queensland, das auch heute eines der weltweiten Traumziele für Schnorchler und Taucher ist. Delphine, Wale und Haie teilen sich den Ozean um Australien mit den menschlichen Bewohnern des Landes.
Typische Vertreter der australischen Tierwelt auf dem Festland sind die Beuteltiere. Vertreter der Beuteltiere wie Känguruhs und Koalas sind die tierischen Wahrzeichen des Landes. Die einzelnen Unterarten unterscheiden sich unter anderem hinsichtlich ihrer Größe und Anpassung an die verschiedenen Klimazonen des Landes deutlich voneinander. So gibt es beispielsweise Känguruharten, die in den Bäumen des tropischen Norden heimisch sind und andere Arten, die trockenes Buschland bevorzugen. Als die europäischen Siedler Haus- und Wildtiere wie Hasen und Füchse ins Land brachten, führte dies während der letzten Jahrhunderte zu einer Ausrottung vieler einheimischer Arten. Heute schützen spezielle Regierungsprogramme die einhemische Flora und Fauna.

Australia
Vorteile

